Weitere Hilfsmaßnahmen für Unternehmen nach Bundesländern

Weitere Hilfsmaßnahmen für Unternehmen nach Bundesländern

aktualisiert 10.06.2020

Aktuelle bundesländerspezifische Fördermaßnahmen beschlossen

ALLE BUNDESLÄNDER

1. WKO

  • Die WKO setzt die Vorschreibung der Grundumlage für dieses Jahr bis auf weiteres aus. Bereits erfolgte Vorschreibungen für das Jahr 2020 können die Unternehmen als gegenstandslos betrachten.
  • Stundung bzw Ratenzahlung der Kammerumlage 1 und Kammerumlage 2 im Falle einer wirtschaftlichen Notlage möglich

WIEN

2. Förderung von Home-Office-Arbeitsplätzen

  • Es können KEINE ANTRÄGE mehr bearbeitet werden, da das zur Verfügung stehende Budget bereits ausgeschöpft ist (lt Homepage der Wirtschaftsagentur Stand 02.04.2020, 16:30)
  • Einreichzeitraum: 01.03-02.04.2020
  • Mithilfe eines Fonds der Stadt Wien iHv € 6 Mio
  • Förderquote: 75%, bis zu € 10.000,00 pro Projekt; nach Maßgabe verfügbaren Budgetmittel

 

3. Wien Online

  • Mittel sind bereits ausgeschöpft!
  • Nicht antragsberechtigt:
    • GesbR und ARGE
    • Antragstellerinnen bzw Antragsteller mit anhängigem Insolvenzverfahren
    • Interessenvertretungen
    • Stiftungen
    • Öffentlich-rechtliche Körperschaften sowie deren Betriebe und Einrichtungen
    • Rechtsträger, die überwiegend aus öffentlichen Mitteln finanziert werden soweit dies zur Substituierung anderer öffentlicher Mittel führt
  • Förderbare Projekte:
  • Allgemeine Voraussetzungen für förderbare Kosten:
    • müssen klar definiert und in unmittelbarem Projektzusammenhang stehen
    • dürfen nicht überhöht sein und müssen von der Antragstellerin bzw. vom Antragsteller selbst getragen werden
    • müssen tatsächlich angefallen sein
    • Rückwirkend bis 01.03.2020
    • Nur Nettokosten, es sei denn, die Antragstellerin bzw. der Antragsteller ist nachweislich nicht vorsteuerabzugsberechtigt
  • Förderbare Einzelkosten:
    • Kosten für externe Dienstleistungen
    • Kosten für die Anschaffungen von Software/Softwareerweiterungen, Hardware sowie Versand- und Lagerausrüstung
    • Periodische Kosten, die mit dem Betreiben des Onlineshops unmittelbar in Zusammenhang stehen (max. für 1 Jahr; bei entsprechender Rechnungslegung können Vorauszahlungen anerkannt werden)
    • Sach- und Materialkosten
  • Erforderliche Unterlagen:
    • De-Minimis-Erklärunge
    • Ansuchenechtheitszertifikat (AEZ)
      • Zur Bestätigung der Einreichung eines Förderantrags
  • Förderquote: 75%, max. € 10.000; Mindestprojektgröße: € 1.000
  • Nur einmalige Einreichung mögliche
  • Antragstellung ab 10.04 bis max. 10.06.2020: online über https://cockpit.wirtschaftsagentur.at/Cockpit/Cockpit.aspx
    • Sofern die budgetären Mittel vorhanden sind
  • Eine Doppelförderung der von der Wirtschaftsagentur Wien zur Förderung anerkannter Rechnungen durch weitere Förderstellen ist nicht möglich

 

4. Innovate4Vienna

  • Förderung von COVID-19-relevanten Produktions- und Entwicklungsprojekten wie zB. medizinische Geräte und Software, Softwarelösungen, Schutzausrüstung, Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, Tools für social distancing, Erweiterung der diagnostischen Kapazitäten oder Logistiklösungen
  • Innovationsprojekte müssen neben Alleinstellungsmerkmalen auch positive Markteffekte für das Unternehmen in Aussicht stellen und eine nachhaltige ökonomische Wertschöpfung in Wien erwarten lassen
  • Von Unternehmen mit Betriebsstätte in Wien, die
    • ihren städtischen Abgabeverpflichtungen regelmäßig und vollständig nachkommen sowie
    • die zur Durchführung des Projekts erforderlichen Rechte nachweisen (zB. Gewerbeberechtigung) und
    • die Voraussetzungen einer Förderung entweder auf Basis BR COVID-19
      • kein Unternehmen in Schwierigkeiten iSd AGVO und Gesamtförderbetrag aller auf dieser Grundlage erhaltenen Zuschüsse darf € 800.000  nicht übersteigen
    • oder der De-Minimis-VO erfüllen
      • kommt für alle KMU, die nicht auf Basis BR COVID-19 förderbar sind, diese VO zur Anwendung
      • Gesamtbetrag, der einem einzigen Unternehmen gewährten De-Minimis-Beihilfen, darf in einem Zeitraum von drei Steuerjahren € 200.000 nicht übersteigen
    • Antragsberechtigt sind bestehende Unternehmen aller Größenklassen
  • Nicht antragsberechtigt:
    • GesbR und ARGE
    • Antragstellerinnen bzw Antragsteller mit anhängigem Insolvenzverfahren
    • Gesetzliche berufliche Interessenvertretungen und Interessensvertretungen auf privatrechtlicher Grundlage
    • Öffentlich-rechtliche Körperschaften
    • Rechtsträger, die überwiegend aus öffentlichen Mitteln finanziert werden und nicht plausibel nachvollziehbar darlegen können, dass die Gewährung einer Förderung iRd Richtlinie nicht zu einer Substituierung anderer öffentlicher Mittel führt
    • Antragstellerinnen bzw Antragsteller des Agrar- Fischerei und Aquakultursektors
  • Allgemeine Voraussetzungen für förderbare Kosten:
    • Wie bei Wien Online
    • Projektkosten müssen nach dem beantragten bzw. abweichend gemeldeten Projektstart angefallen sein (dieser kann frühestens der 16. März 2020 sein)
  • Förderbare Einzelkosten:
    • Personalkosten
      • Gemeinkostenzuschlag iHv 20% möglich
    • Kosten für externe Dienstleistungen
    • Kosten für die Anschaffung technischer Anlagen und Maschinen sowie anderer Anlagen
    • Sach- und Materialkosten
  • Erforderliche Unterlagen:
    • De-Minimis-Erklärung
    • Erklärung des antragstellenden Unternehmens, dass es am 31.12.2019 kein Unternehmen in Schwierigkeiten iSd AGVO war
    • Ansuchenechtheitszertifikat
    • Unternehmensbeschreibung und Projektdarstellung
  • Förderquote: 75%;  max. € 200.000,- pro Projekt
  • Projektlaufzeit: max. 6 Monate und beginnt mit dem Tag des im Antrag genannten Projektstarts (frühestens 16.03.2020; spätestens einen Monat nach dem für die Einreichung maßgeblichen Einreichstichtag)
  • Antragstellung: online bis zum 30.06.2020 unter https://cockpit.wirtschaftsagentur.at/Cockpit/Cockpit.aspx

 

5. Ideenwettbewerb "Creatives for Vienna"

 

6. Hilfspaket der Stadt Wien und der Wirtschaftskammer Wien

  • Fokus liegt auf EPU und KMU und das Hilfspaket gliedert sich in:
    • € 20 Mio Bürgschaften zur Liquiditätsstärkung für Wiener KMUs
      • Die WKBG (Wiener Kreditbürgschafts- und Beteiligungsbank) übernimmt für kleinere und mittlere Unternehmen in Wien zusätzliche Bürgschaften von bis zu 80% gegenüber Kreditinstituten für Überbrückungskredite (Betriebsmittelfinanzierungen)
      • Kosten: für Bürgschaftsprovision und Bearbeitungsentgelt übernimmt die Öffentliche Hand
      • Antragstellung: erfolgt über die jeweilige Hausbank bis 30.09.2020 befristet
      • für Kredite von mind. € 5.000 bis max € 500.000 je nach Jahresumsatz

 

 

NIEDERÖSTERREICH

7. Existenzsicherungszuschuss der WKNÖ

  • Einmaliger Zuschuss von bis zu € 5.000,00 pro Unternehmen
  • Voraussetzungen:
    • Einzelunternehmen und Kleinstunternehmen mit max 10 Beschäftigten
    • Mindestens zweijährige WK-Mitgliedschaft zum Zeitpunkt der Antragstellung
    • Tatsächlicher Umsatzrückgang durch COVID 19 muss im Vergleich zu den Monaten im Vorjahr nachgewiesen werden (bloße Prognoserechnung nicht ausreichend)
  • Antragstellung: frühestens Anfang April für den Monat März 2020!
    • Bis zu 6 Monate ab Ende des Umsatzrückgangs bzw bis spätestens 31.12.2020
    • Bei der regional zuständigen WK-Bezirksstelle per Fax, Post oder E-Mail
    • Formular unter: https://www.noebeg.at/downloads/

 

8. Land NÖ Finanzierungshilfe

  • Haftungsrahmen von € 20 Mio
    laut telefonischer Auskunft der NÖBEG ist das Fördervolumen derzeit (Stand 26.03.2020, 14:00) bereits erschöpft - eine Nachdotierung wird erhofft
  • Übernahme einer 80% Haftung zur Besicherung eines neu zu gewährenden Betriebsmittelkredites von bis zu € 500.000,00
  • Notwendige Liquidität soll zur Stabilisierung des operativen Betriebes beitragen; zB
    • Umsatzrückgang
    • Forderungsausfälle
    • Problemen bei Warenbezug
    • Ausfälle von Personal etc.
  • Laufzeit bis zu 5 Jahre
  • Von Seiten der NÖBEG sind keine Kreditsicherheiten erforderlich
  • Voraussetzung:
    • Niederösterreichische KMU der gewerblichen Wirtschaft und Tourismusbetriebe
    • Mitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer NÖ
    • Erfüllung der URG-Grenzen (> 8% Eigenkapital oder < 15 Jahre Schuldentilgungsdauer) gemäß letztem Jahresabschluss, dessen Stichtag nicht vor dem 31.12.2018 liegt
    • Unternehmensgründung vor 1.4.2019
  • Kosten:
    • Keine; die Bearbeitungsgebühr und die laufende Bürgschaftsprovision werden zu 100% vom Land NÖ übernommen
  • Erforderliche Unterlagen:
    • Letzter Jahresabschluss (nicht älter als 12/2018) inkl. Vorjahresvergleichszahlen
    • Aktuelle Saldenliste (nicht älter als 12/2019)
    • Aktuelle Kontonachrichten Sozialversicherung/Finanzamt
    • Kopie der Gewerbeberechtigung
    • Gesellschaftsvertrag (bei Personengesellschaften)
    • Kopie einer gültigen Legitimationsurkunde der handelnden natürlichen und vertretungsbefugten Personen (Führerschein, Reisepass etc)
    • Übersicht der bestehenden Verbindlichkeiten aus Krediten/Darlehen/Leasing/Haftung
    • Absichtserklärung oder Promesse des Kreditinstitutes
    • Selbstauskunft
  • Antragstellung

 

 

BURGENLAND

9. Härtefälle-Fonds des Landes Burgenland

  • Nicht rückzahlbarer Zuschuss für Fixkosten und Mietaufwände für Unternehmen, die aufgrund der gegenwärtigen Corona-Krise von behördlich angeordneten Schließungen bzw damit verbundenen Umsatzrückgängen betroffen sind
  • Rahmen iHv € 1 Mio
  • Förderzeitraum: 1.3. bis 30.6.2020
  • Förderbare Kosten:
    • Mietkostenzuschuss 50%, max. € 500,-
    • Fixkostenzuschuss 50%, max. € 5.000,-
  • Voraussetzung:
    • EPU und Kleinstunternehmen bis zu 9 Mitarbeiter (physische und juristische Personen und eingetragene Personengesellschaften)
    • Im Bereich der gewerblichen Wirtschaft inkl Tourismus und Gastronomie
    • Betriebsstätte, für die eine Förderung beantragt wird oder der die Förderung zu Gute kommen soll, befindet sich im Burgenland
    • und die Betriebsstätte befindet sich in einer existenzbedrohenden Notlage
    • Keine Zahlungsunfähigkeit
  • Antragstellung:
  • Kombinationsmöglichkeit
    • Mit dem Kleinkredit „Coronavirus-Krise 2020“ des Landes Burgenland
    • Werden beide Förderungen gewährt, dient der Zuschuss zur Tilgung des Kredites

 

10. Überbrückungshilfe des Landes Burgenland

  • Coronavirus-Krise 2020
  • Übernahme von Ausfallbürgschaften für Betriebsmittelfinanzierungen (Exkurs Ausfallbürgschaft gem. § 1356 ABGB: subsidiäre Haftung, da der Ausfallbürge erst dann haftet, wenn die Eintreibungsmaßnahmen gegenüber dem Hauptschuldner erfolglos waren; davon besteht eine Ausnahme, wenn über das Vermögen des Hauptschuldners ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde)
    • Haftungsquote bis zu 80% des Kreditbetrages, höchstens € 1,5 Mio
    • Laufzeit bis zu 5 Jahre
    • Voraussetzungen:
      • Kleines oder mittelgroßes Unternehmen
      • der gewerblichen Wirtschaft
      • im Burgenland
      • Keine Zahlungsunfähigkeit
    • Kosten:
      • ab 0,5% p.a. risikoabhängiges Haftungsentgelt vom verbürgten Kreditbetrag;
      • kein Bearbeitungsentgelt
    • erforderliche Unterlagen:
      • Jahresabschlüsse 2018 und 2019 (bzw vorläufiger JA 2019)
      • Vorschaurechnung samt Erläuterungen für zumindest 12 Monate und Liquiditätsplanung
      • Unternehmensbeschreibung
      • Situationsbericht
      • Stellungnahme des Kreditinstitutes zum Förderantrag inkl Bonitätsklasse/Ratingergebnis
    • Antragstellung:
  • In Ausnahmefällen auch durch Vergabe von Kleinkrediten
    • Kredithöhte bis zu € 50.000,-
    • Laufzeit bis zu 5 Jahre
    • Risikoabhängige Sollzinsen ab 2,0% p.a.
    • Kein Bearbeitungsentgelt
    • Erforderliche Unterlagen siehe oben Ausfallbürgschaft (mit der Ausnahme der Stellungnahme des Kreditinstituts)
    • Antragstellung:

 

KÄRNTEN

11. Übernahme von Beratungskosten für KMU

  • Das geplante Budget ist aktuell verbraucht! Eine weitere Aufstockung muss erst genehmigt werden. 
  • Die KSG (Kärntner Stabilisierungsgesellschaft mbH) übernimmt die Kosten für Beratungsleistungen, die im Zusammenhang mit Liquiditätsproblemen in der aktuellen Situation anfallen
    • Beratung zu Kurzarbeit, Überbrückungsgarantien, Corona-Hilfsfonds; ausgenommen Härtefallfonds
  • Voraussetzungen:
    • EPU, KMU, alle freien Berufe und neue Selbständige
    • Kein Unternehmen, welches in den folgenden Wirtschaftszweigen tätig ist:
      • Land- und Forstwirtschaft
      • Kultur
  • Die Beratung kann auch von der langjährigen Steuerberatung des Unternehmens ausgeführt werden
  • Wird im Antragsformular kein Berater angegeben, übernimmt die KSG die Beraterauswahl vor
  • Förderbare Kosten (es handelt sich um Nettobeträge und Beschäftigte auf Basis Vollzeitäquivalent):
    • Ein-Personen-Unternehmen: max. € 200,-
    • Unternehmen mit mind. 1 Beschäftigten: max. € 300,-
    • Unternehmen mit 2-9 Beschäftigten: max. € 500,-
    • Unternehmen mit 10-249 Beschäftigten: max. € 750,-
  • Antragstellung:
    • Formular über https://kwf.at/covidberatung/ abrufbar und per Mail zu übermitteln
    • Auftragserteilung an den Berater mit Festlegung der Betragsgrenze
    • Berater übermittelt die Honorarnote einschließlich der erstellten Unterlagen an die KSG

 

TIROL

12.Homeoffice-Arbeitsplätze

  • Unterstützung von kleinen und mittleren Tiroler Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft bei der Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen mittels Einmalzuschuss
  • Voraussetzungen:
    • Aufrechte Gewerbeberechtigung oder
    • erwerbswirtschaftliche Betreiber von touristisch bzw. freizeitwirtschaftlich relevanten Infrastruktureinrichtungen (z.B. Bäder, Campingplätze, Bootsvermietung, Minigolfplätze, Freizeitparks, Kinos, Tanzschulen, Tennis und Tischtennisplätze inkl. Tennishallen, Ballonfahr- und Hänge- bzw. Gleitschirmunternehmen, Raftingunternehmen, etc.)
    • Telekommunikations- und Rundfunkunternehmen mit der Berechtigung der RTR GmbH
    • Sprengmittelhändler
    • Buchhalter/Bilanzbuchhalter/Personalverrechner
    • Mitglieder der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer mit Standort in Tirol
    • Mitglieder der Kammer der Architekten und Ingenieurskonsulenten für Tirol und Vorarlberg mit Standort in Tirol
  • Förderbare Kosten:
    • Beratungsleistungen zur Konzeption sowie zur hard- und softwaremäßigen Ausstattung des Homeoffice-Arbeitsplatzes
    • Anschaffung von Software zur IT-technischen Einrichtung des Homeoffice-Arbeitsplatzes
    • Anschaffung von damit in Verbindung stehender zu installierender IT-Hardware
  • Förderungsbetrag:
    • Die Förderung beträgt max. 50% der förderbaren Kosten für
      • die Beratungsleistungen zur Konzeption sowie zur hard- und softwaremäßigen Ausstattung des Homeoffice-Arbeitsplatzes
      • die Anschaffung von Software zur IT-technischen Einrichtung des Homeoffice-Arbeitsplatzes
    • und max. 30 % der förderbaren Kosten für
      • die Anschaffung von damit in Verbindung stehender zu installierender IT-Hardware, wobei der nicht rückzahlbare Einmalzuschuss pro Laptop, Desktop oder Tablet max. € 300,-- beträgt.
    • Summe der förderbaren Kosten muss mind. € 500,- betragen; Höchstbemessungsgrundlage beträgt € 5.000,-
  • Förderungszeitraum:
    • Rückwirkende Förderung von Projekten, die ab 11.03.2020 bis 30.04.2020 begonnen wurden
  • Erforderliche Unterlagen:
    • Kurze Unternehmens- und Projektbeschreibung
    • Genaue Projektkostengliederung (eventuell Kostenvoranschläge)
    • Finanzierungszusagen für den fremdfinanzierten Teil
    • Angabe aller in den vergangenen 2 Steuerjahren und im laufenden Jahr erhaltenen De-Minimis-Beihilfen
  • Kumulierung:
    • In Bezug auf dieselben förderbaren Kosten dürfen nach dieser Förderungsrichtlinie gewährte Beihilfen nicht mit anderen Beihilfen kumuliert werden
  • Antragstellung:

 

13. Tiroler Beratungsförderung

  • Förderung vom Land Tirol und der Wirtschaftskammer Tirol
  • Voraussetzungen:
    • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, unabhängig von der Unternehmensgröße, die entweder eine aufrechte Gewerbeberechtigung besitzen oder in der nachstehenden Liste angeführt sind:
      • erwerbswirtschaftliche Betreiber von touristisch bzw. freizeitwirtschaftlich relevanten Infrastruktureinrichtungen (z.B. Bäder, Campingplätze, Bootsvermietung, Minigolfplätze, Freizeitparks, Kinos, Tanzschulen, Tennis- und Tischtennisplätze inkl. Tennishallen, Ballonfahrund Hänge- bzw. Gleitschirmunternehmen, Raftingunternehmen, etc.)
      • Telekommunikations- und Rundfunkunternehmen mit der Berechtigung der RTR GmbH
      • Sprengmittelhändler
      • Buchhalter/Bilanzbuchhalter/Personalverrechner
      • private Erfinder (nur im Bereich „Innovations- und Technologieberatung“)
  • Förderung:
    • Pro Unternehmen kann nur eine Förderung aufgrund des Coronavirus gewährt werden
    • Es handelt sich um eine De-Minimis-Beihilfe
  • Förderbare Kosten:
    • Max. 12 Beratungsstunden zum jeweils geltenden Beratersatz der Wirtschaftskammer Tirol
  • Antragstellung:
    • bei der Wirtschaftskammer Tirol bis spätestens 31.12.2020

 

OBERÖSTERREICH

14.OÖ Härtefonds für Kleinbetriebe

  • Unterstützung oberösterreichischer Kleinbetriebe mittels nicht rückzahlbaren Zuschüssen
  • Voraussetzungen:
    • Kleinunternehmen (< 50 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente) und Jahresumsatz bzw. Jahresbilanz < 10 Mio €)
    • der gewerblichen Wirtschaft (dh Mitglied der Wirtschaftskammer OÖ)
    • und Unternehmens- oder Filialstandort in Oberösterreich
    • die ab 16.03.2020 unverschuldet aufgrund der Corona-Krise in eine wirtschaftliche/finanzielle Notlage geraten sind
    • Keine Anspruchsberechtigung auf den Härtefallfonds und den Coronahilfsfonds des Bundes
    • Umsatzrückgang von mind. 25%
    • Kein Unternehmen in Schwierigkeiten
  • Nicht Anspruchsberechtigt:
    •  Unternehmer, die Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft erzielen
    • Privatzimmervermieter mit höchstens 10 Betten
    • NPO nach §§ 34 bis 47 BAO
    • Im Eigentum von Körperschaften und sonstigen Einrichtungen öffentlichen Rechts stehenden Einrichtungen
    • Natürliche Personen, die zum Antragszeitpunkt eine Leistung aus der Arbeitslosenversicherung beziehen
  • Förderung:
    • Richtet sich nach der Höhe der Fixkosten
    • Kann für max. 3 Monate (16.03-15.06.2020) beantragt werden und beträgt 25% der Fixkosten im Zeitraum des Umsatzrückgangs
    • Max. € 25.000,-
    • Fixkosten: Geschäftsraummiete, Versicherungsprämien, Zinsaufwendungen, betriebsnotwendige, vertragliche Zahlungsverpflichtungen, Lizenzkosten, Strom/Gas/Telekommunikation
  • Erforderliche Unterlagen:
    • Nachweis der unbefristeten Gewerbeberechtigung
    • Nachweis über die Fixkosten
    • GKK-Bestätigung Stand 16.03.2020
    • Optional: das Ablehnungsschreiben von einem Bundesfonds aus dem Corona-Hilfspaket
  • Antragstellung:

 

15.Corona Bürgschaft

  • Übernahme von Ausfallbürgschaften gem § 1356 ABGB für Betriebsmittelkredit bzw. Kontokorrent-Rahmen zur Liquiditätssicherung
    • Kredithöhe: zwischen € 5.000,- und 100.000,-
    • Haftungsquote: bis zu 80% des Kreditbetrages
    • Laufzeit: bis zu 5 Jahre
  • Voraussetzungen:
    • Kleines oder mittelgroßes Unternehmen
    • der gewerblichen Wirtschaft
    • in Oberösterreich
    • die bei bundesweiten Förderinstituten (aws, ÖHT) nicht zum Zug kommen
  • Kosten:
    • Gesamte Laufzeit ist provisionsfrei (keine Bürgschaftsprovision!)
    • Kein einmaliges Bearbeitungsentgelt
    • Zinsen iHv max. 1% p.a. werden bis Ende 2021 vom Land OÖ bezahlt
  • erforderliche Unterlagen:
    • Das antragstellende Kreditinstitut bestätigt durch die Antragstellung, dass
      • Die bestehenden Betriebsmittel- und Haftungskredite in der zum Zeitpunkt der Antragstellung aushaftenden Höhe bei gleichbleibenden Sicherheiten weiterhin zur Verfügung gestellt werden und
      • die für die Überbrückung der Corona-Krise erforderlichen Finanzierungsmaßnahmen wie zB. Ratenstundungen oder -aussetzungen mitgetragen werden.
  • Antragstellung:

 

VORARLBERG

16.COVID-19-UNTERSTÜTZUNGSFONDS

  • Förderung von der Wirtschaftskammer Vorarlberg und dem Land Vorarlberg in Form eines einmaligen Zuschusses iHv bis zu € 4.000,-
  • Voraussetzungen:
    • EPU, Kleinstunternehmen bis zu 9 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente), neue Selbständige und freiberuflich Tätige
    • Mit Betriebsstätte in Vorarlberg
    • Einzelunternehmen oder Personengesellschaften
    • Jahresumsatz max. € 400.000,-
    • Keine bevorstehende Insolvenz
    • Umsatzrückgang von mind. 50% zum Vergleichszeitraum im Vorjahr
    • Aufgrund der Coronavirus-Krise in eine existenzielle Notlage geraten
      • Davon ist auszugehen, wenn das Netto-Einkommen € 33.812,- p.a. nicht übersteigt und der Förderungswerber über kein nennenswertes Vermögen verfügt
      • Auf gesamte wirtschaftliche Situation des Förderungswerbers abzustellen, insb. dessen Einkommens- und Vermögensverhältnisse, die laufenden Fixkosten für die private Lebenshaltung und die unternehmerische Tätigkeit sowie allfälliger Leistungen Dritter
  • Antragstellung:
    • Mittels Antragsformular bei der Wirtschaftskammer Vorarlberg
    • Ab 01.04.2020 bis 30.09.2020

 

17.Haftung für Mikrokredite

  • durch das Land Vorarlberg
    • Kredithöhe: max. 10.000,-
    • Haftungsübernahme: 80%
    • Laufzeit: max. 36 Monate (davon max. 6 Monate tilgungsfrei)
    • Zinssatz: max. 1,5% p.a. für die gesamte Laufzeit
    • Bank muss die Haftung für die restlichen 20% des Kredites übernehmen
    • Einmalige Inanspruchnahme möglich
    • Haftung kann nicht für reine Umschuldungen übernommen werden
  • Voraussetzungen:
    • EPU, Kleinstunternehmen bis max. 9 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente), neue Selbständige und freiberuflich Tätige
    • Mit einer Betriebsstätte in Vorarlberg
    • Unternehmensgründung vor dem 15.03.2020
    • Das Unternehmen ist nicht mehr in der Lage, die laufenden Kosten zu decken oder hat einen Umsatzeinbruch von mind. 50 % zum Vergleichsmonat des Vorjahres
    • In den letzten 12 Monaten dürfen keine Zahlungsunregelmäßigkeiten aufgetreten sein
    • kein Insolvenzverfahren anhängig und kein Insolvenzverfahren mangels Masse im letzten Kalenderjahr abgelehnt
    • eigenes Kreditkonto für Mikrokredit
  • Antragstellung:
    • Der Förderungsantrag ist über die kreditgewährende Hausbank mittels Antragsformular beim Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Allgemeine Wirtschaftsangelegenheiten, einzureichen
    • ausschließlich elektronisch per E-Mail an folgende Mailadresse zu erfolgen: mikrokredit@vorarlberg.at
    • ab 1.4.2020 bis 30.06.2020