COVID-19 Investitionsprämie für Unternehmen

COVID-19 Investitionsprämie für Unternehmen

Stand 01.09.2020

Antragstellung ist ab 1. September 2020 bis spätestens 28. Februar 2021 im aws Fördermanager. Einen Leitfaden für die Registrierung finden Sie ganz unten. 

Um Investitionsanreize für die Unternehmen zu setzen steht ein Fördertopf in Höhe von 1 Milliarde Euro für die COVID-19 Investitionsprämie zur Verfügung. Die Förderung kann ab 1. September 2020 bis spätestens 28. Februar 2021 beantragt werden. Wegen der begrenzten Mittel empfehlen wir rasch zu handeln! Die Abwicklung erfolgt über das AWS (https://www.aws.at/corona-hilfen-des-bundes/aws-investitionspraemie/). Der Antrag kann ausschließlich über die Online-Plattform aws Fördermanager erfolgen.

Wer kann die Förderung beantragen?

  • Unternehmen aller Branchen und Größen mit Sitz und/oder Betriebsstätte in Österreich – unabhängig von der Rechtsform. Vereine sind antragsberechtigt, sofern sie (auch) unternehmerisch tätig sind. Auch neu gegründete Unternehmen sind förderbar – sie müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung bestehen, eine Steuernummer und eine KUR (=Kennzahl des Unternehmensregisters) haben.
  • Auch bei pauschalierten Unternehmen ist die Anschaffung von grundsätzlich aktivierungspflichtigen Investitionen förderbar.

Wer kann die Förderung nicht beantragen?

  • Unternehmen, die als staatliche Einheiten geführt werden (zB im Eigentum des Bundes stehen), außer sie stehen mit ihren Leistungen im Wettbewerb zu anderen Unternehmen.
  • Unternehmen und Gesellschaften, wenn gegen sie oder gegen einen geschäftsführenden Gesellschafter ein Insolvenzverfahren anhängig ist oder die Voraussetzung für ein solches vorliegen.

Was wird gefördert?

  • Materielle und immaterielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen (sofern es sich nicht um explizit ausgeschlossene Investitionen handelt – siehe nächster Punkte) – auch gebrauchte Güter sind förderbar!
  • Antragstellung 1.9.2020 bis 28.2.2021
  • Erste Maßnahmen nicht vor 1.8.2020 und nicht nach 28.2.2021 – „erste Maßnahmen“ bedeutet Bestellung, Lieferung, Beginn von Leistungen, Anzahlungen, Zahlungen, Rechnungen, Abschluss Kaufvertrag oder Baubeginn;
  • Durchführung bis spätestens 28.2.2022 – „Durchführung“ bedeutet Inbetriebnahme UND Bezahlung;

Was wird nicht gefördert?

  • Klimaschädliche Investitionen (zB Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb)
  • Investitionen mit ersten Maßnahmen vor dem 1.8.2020 oder nach dem 28.2.2021
  • Aktivierte Eigenleistungen
  • Leasingfinanzierte Investitionen (es sei denn der Gegenstand wird im antragstellenden Unternehmen aktiviert)
  • Erwerb von Gebäuden, Gebäudeteilen, Grundstücken
  • Bau und Ausbau von Wohngebäuden, wenn diese zum Verkauf oder zur Vermietung an Private gedacht sind
  • Unternehmensübernahmen und der Erwerb von Beteiligungen, sonstigen Geschäftsanteilen oder Firmenwerten
  • Finanzanlagen
  • Umsatzsteuer – außer es besteht kein Recht auf Vorsteuerabzug

Wie hoch ist der Zuschuss?

  • Der Zuschuss beträgt 7% der Anschaffungskosten, bei bestimmten Investitionen in den Bereichen Ökologisierung, Digitalisierung und Gesundheit  14%.
  • Untergrenze: Das minimale förderbare Investitionsvolumen pro Antrag ist 5.000 Euro (netto bei Vorsteuerabzugsberechtigung, sonst brutto). Bei dieser Untergrenze handelt es sich um die Summe aller Investitionen pro Förderungsantrag, es können somit kleinere Investitionen z.B. auch Geringwertige Wirtschaftsgüter zu einem Antrag zusammengerechnet werden. Der Förderungsantrag muss sich zumindest auf einen zusammengerechneten Gesamtbetrag von EUR 5.000,- belaufen.
  • Obergrenze: Das maximal förderbare Investitionsvolumen liegt bei 50 Mio Euro pro Unternehmen

Für welche Investitionen gibt es 14% Zuschuss?

  • Ökologisierung: Investitionen in den Bereichen Klimaschutz, Mobilitätsmanagement und Elektrofahrzeuge, Rohstoffmanagement, Energieeinsparung, Abfallwirtschaft, Gebäudesanierung;
  • Digitalisierung: Investitionen in den Bereichen künstliche Intelligenz, Cloud Computing und Big Data, Geschäftsmodelle und Prozesse, IT-Security, E-Commerce;
  • Gesundheit: Investitionen in den Bereichen Entwicklung und Herstellung von Medizinprodukten, Produkte von strategischer Bedeutung bei Pandemien;

Steuerliche Behandlung

  • Der Zuschuss ist von der Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer befreit. Jedoch reduziert der Zuschuss die steuerlichen Anschaffungskosten und damit die Abschreibungsbasis.

Abrechnung und Auszahlung

  • Nach positiver Förderzusage ist binnen drei Monaten ab Inbetriebnahme und Bezahlung eine Endabrechnung über den aws Fördermanager online einzureichen. Nach Prüfung der Abrechnung erfolgt die Auszahlung in Form einer Einmalzahlung an eine inländische Kontoverbindung.